Der Gigathlon 2009 gehört leider bereits der Vergangenheit an. Es war einmal mehr ein durchwegs gelungener, gigantischer Anlass mit rund 5′500 teilnehmenden GigathletInnen aus der Schweiz und aus dem Ausland.
Unsere intensive Vorbereitung hat sich ausbezahlt. Physisch, mental, organisatorisch und auch materiell waren wir, das Team Fops powered by erdgas, gut vorbereitet. Mit dem 210. Schlussrang (von 901 Finisherteams) in der Kategorie Team of Five haben wir denn auch unser optimistisches Ziel, eine Platzierung im ersten Tableauviertel, problemlos erreicht. Noch besser ist dieses Resultat zu werten, wenn man bedenkt, dass 15 Teams schon in der Vorbereitung scheiterten und nicht mal an den Start gehen konnten, 12 Teams aufgegeben mussten und 13 weitere Teams ausser Konkurrenz klassiert worden sind.
Wir waren an diesem ersten Juliwochenende 20 Stunden 18 Minuten und 56 Sekunden human-powered in der Ostschweiz, im Fürstentum Liechtenstein und in Österreich unterwegs.
Der Gigathlon wäre aber nicht der Gigathlon, stünden nur die Zahlen und Leistungen im Zentrum. Mindestens ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger, sind die Erlebnisse, die Begegnungen, die Emotionen. Auch wir haben schmerzende (Grenz-)Erfahrungen gemacht, unsere Freundschaft vertieft, emotionale Momente durchlebt und nehmen viele schöne Erinnerungen mit nach Hause. Kurz: wir haben unsere gemeinsame Gigathlon-Geschichte geschrieben.
Diese Geschichte handelt bspw. von
- einem Läufer, der auf der Laufstrecke im Gründenmoos Viktor Röthlin eingeholt hat, locker mithalten konnte und noch genügend Schnauf hatte, um ihn kurzerhand zu interviewen
- einem Läufer, der es in die Sportübertragung des Schweizer Fernsehens (zur Hauptsendezeit!) und auf die erdgas-Homepage geschafft hat, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht er der Prominente in unserem Team war
- einem Läufer, der exakt das Zeitfenster erwischt hat, zu dem Petrus das einzige mal seine Schleusen geöffnet hat
- einer Schwimmerin, die eigentlich Läuferin ist (Halbmarathonzeit locker unter 1:30!) und ihr Können husch demonstriert hat, in dem sie barfuss und im Neoprenanzug quer durch Kreuzlingen an den Start rannte
- einer Schwimmerin, die per du mit den Grössen im Schweizer Ausdauersport und selbst ein bunter Hund im Sportzirkus ist
- einer Schwimmerin, die sich auf hoher See (Bodensee) und mittels Höhentraining gezielt auf den Gigathlon vorbereitet hat
- einer Skaterin, die tief stapelte und hoch flog (Letzteres allerdings nur wegen der Dame vor ihr, die sich ganz unverhofft hingelegt hatte…)
- einer Skaterin, der das Zeltaufstellen fast noch besser liegt als das Inlineskating
- einer Skaterin, die durch ihre nächtlichen Gespräche (mit der Schwimmerin und ihrem Schatz am Telefon; begünstigt durch die Ringhörigkeit der Zelte) quasi über Nacht so bekannt (aber möglicherweise nicht gleich beliebt) wie unsere Schwimmerin wurde
- einem Biker, der seine Krämpfe so lange hat unterdrücken können, bis er das Ziel vor Augen hatte und zwar angekommen aber irgendwie doch nicht im Ziel war
- einem Biker, der immer wieder von kernige(re)n Anstiegen und anderen Streckenführungen überrascht wurde, die so nicht der zuvor rekognoszierten Streche entsprachen
- einem Biker, der seine technischen Fähigkeiten zu wenig ausspielen konnte, dafür aber zur Versöhnung den Baumstamm im Ziel überspringen durfte
- einem Gümmeler, der nach sagenhaften 2 Stunden auf dem Faschinajoch war und anschliessend mit Krämpfen à discrétion bestraft wurde
- einem Kilometerfresser, der nach einer Magnesiumkur die Sonntagsetappe in der Lance Armstrong - Kadenz fuhr und dafür belohnt wurde
- einem Rennvelofahrer, der leider talentierter schreibt und organisiert als selber fährt
Diese Geschichte kann man nicht kaufen – wir erzählen euch aber gerne einzelne Kapitel daraus!



























Endlich kann ich auch mitreden…mein erstes Inline-Rennen ist Geschichte. Die spontane Entscheidung, am SIC Mels teilzunehmen, hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Spannende Erfahrungen, jede Menge Überraschungen und ganz viel Fun.



Recht hat er, unser Käptn, wenn er 


Nachdem unsere Teambekleidung bereits vor einigen Tagen geliefert wurde und ich nun nach einer Umtauschaktion auch die passenden Grössen habe (ja, ich hatte in einem Anflug jugendlicher Selbstüberschätzung zu grosse Sachen bestellt), stand heute das erste Training in Teambekleidung auf dem Programm.






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Allemal Grund genug, das Wochenende um einen Tag zu verlängern und ein paar Tage in der Schweizer Sonnenstube zu geniessen! Das Rennvelo kommt selbstverständlich mit.
Seltsam nur, dass sich meine Zehen so kühl anfühlen. Hätte ich mich doch etwas wärmer anziehen sollen? Und was soll der kalte Wind in und um die Ohren!? Immerhin: den Helmunterzieher habe ich schnell übergezogen. Bis ganz nach oben ist’s noch ein Stück und meine Zehen spüre ich mittlerweile sowieso nicht mehr, ergo: weiter kurbeln!
Mein Schatz, Andreas und schlussendlich auch meine Vernunft, bewogen mich ein weiteres Mal auf ein Alternativprogramm auszuweichen. Ein Spaziergang durch die verschneite Winterlandschaft. Mit dem Bus fuhren wir zurück und starteten sodann unsere kleine Wanderung. Mit gemütlichen Schritten stampften wir durch den Schnee, rund um den Davosersee.



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